Fremdenverkehrsverein Goehren
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Göhren und die Geschichte


Der Name des Ostseebades stammt aus dem Slawischen und bedeutet soviel wie „auf dem Berg liegend“.
Um 1360 war Göhren ein Lotsen und Fischerdorf und zählte nicht einmal 1000 Einwohner.
Bis zur Reformation im Jahr 1535 wurde die Halbinsel, auf der der Ort Göhren liegt durch die Mönche des Klosters Eldena bei Greifswald bewirtschaftet.
Dadurch erhielt die Halbinsel ihren Namen „Mönchgut“.
Zu einem späteren Zeitpunkt gehörte die Halbinsel zum pommerschen Herzogshaus.
In dieser Zeit wurde der Grund und Boden weiterhin durch die Mönche bewirtschaftet und die Erträge über den Bodden zum Kloster Eldena gebracht.
Zwischen 1627 und 1631 wurde Rügen durch schwedische, dänische und durch die Truppen Wallensteins besetzt.
Doch nach Beendigung des 30 jährigen Krieges im Jahr 1648 gehörte Rügen dann endgültig zu Schweden. Die fast 200 jährige Herrschaft durch Schweden wurde durch den „Wiener Kongress“ 1815, beendet. Dort wurde beschlossen, dass Rügen und Hiddensee künftig zu Preußen zählen.
Nun folgten sehr erfolgreiche Jahre für die Mönchguter Bevölkerung, denn diese konnte nun endlich eigenen Grund und Boden erwerben.
Um 1870 kamen die ersten Badegäste in das Fischerdorf Göhren.
1878 wurde Göhren dann offiziell als Seebad anerkannt.
Im Jahre 1887 wurde das erste große Kaufhaus im Haus Putbus in Göhren errichtet.
1888 entstand dann die erste Apotheke im Ostseebad.
Nicht nur Männer und Kinder sondern auch die Damen des Ortes als auch die weiblichen Gäste konnten sich in dem ersten Göhrener Damenbad im Jahr 1890 frei bewegen.
Bei der Schwedenbrücke am Südstrand gab es bis 1894 keine Möglichkeit für die Fischerboote, Dampfer und Sommergäste an die Brücke zu gelangen, bis dort eine Anlegestelle gebaut wurde.
Durch die Rügensche Kleinbahn konnte 1899 eine große Lücke des Seebäderverkehrs geschlossen werden. Den Gästen wurde es nun erleichtert zum Ostseebad zu kommen.
Im Jahr 1900 konnte die Zahl der Besucher zum ersten Mal festgehalten werden, in diesem Jahr wurden 6700 Gäste im Ort beherbergt.
Im gleichen Jahr wurde die freiwillige Feuerwehr zum Verein gegründet.
1909 wurde eine näher am Ort liegende Seebrücke gebaut um das umständliche und sturmgefährdete Ausbooten an den bisherigen Brücken zu vermeiden.
Ruth Bahls, Heimatforscherin, Museumsgründerin und Lehrerin wurde im gleichen Jahr in Göhren geboren. Ihr Engagement diente nicht nur den Mönchguter Museen sondern dehnte sich aus bis Zirkow, Gingst und Rambin.
Von 1943 bis 1984 arbeitete Ruth Bahls als Lehrerin auf Mönchgut.
Sie sammelte nicht nur Sachgut sondern es entstanden auch ein großes Archiv und eine Bibliothek mit Rügen-Literatur.
Alles Zeitgemäße aus den damaligen Jahren sollte in den Museen festgehalten werden.
1913 wurde die erste zimmermannshergestellte 126 m hohe und feste Brücke am Nordstrand errichtet.
Nach 1920 wurde die Badesituation im Ostseebad gelockert und erst jetzt konnte zu jeder Tageszeit gebadet werden außerdem gab es keine Trennung zwischen Herren- und Damenbad mehr.
Die Nordstrandbrücke wurde auf 450m verlängert und hatte 1934 zwei Flügelbrücken. Der Bau der Brücke kostete 80.000 Mark.
Doch durch Eisgang und den Sturm musste diese mehrmals umgebaut und verstärkt werden.
Das Richtfest des neuen Kurpavillons wurde 1924 mit dem Bürgermeister, den Zimmerleuten und mit der Gemeindevertretung gefeiert. Nicht nur der Kurpavillon war eine Attraktion sondern auch die Seebrücke und die Strandpromenade.
1962 bis 1964 entstanden in Göhren und der näheren Umgebung kleine Urlaubsdörfer mit einfachen Holzunterkünften. Diese fand man auch auf dem 1965 angelegten Campingplatz in Richtung Baabe wieder.
Anfang der 70er Jahre zählte das Ostseebad 1790 Einwohner und 4400 Gästebetten. Die Urlauber wurden in dieser Zeit vor allem von dem FDGB-Feriendienst betreut.
Durch die Entstehung der Urlaubsdörfer und die des Campingplatzes konnten zu DDR-Zeiten viel mehr Urlauber beherbergt werden.
Mit neuen Attraktionen wie zum Beispiel der Schmalspurbahn dem „Rasenden Roland“ wurde das Ostseebad immer erfolgreicher.
Mit den immer mehr ansteigenden Besucherzahlen wurden auch die ersten Hotels und Pensionen gebaut, die den Urlaubern neue Urlaubs- und Unterkunftsmöglichkeiten boten.
Ein weiteres Highlight des Ortes ist die Bäderarchitektur.
In diesem Stil wurden im 19. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg viele Häuser gebaut.
Typisch für die Bäderarchitektur sind die in weiß gehaltenen Balkone und Veranden.
Bis heute wird der Ort immer wieder verändert, wie zum Beispiel durch neu gebaute Hotels oder die neu gestalteten Gehwege, welche mit bernsteinfarbenen Steinen gepflastert worden.
Das 140-jährige Ortsjubiläum wird 2018 von den Einheimischen zusammen mit den Gästen gefeiert.

In Middelhagen finden Sie das Schulmuseum - hier muss man unbedingt die historische Schulstunde besuchen. Das Pfarrwittwenhaus in Groß Zicker ist genauso einen Besuch wert.